Biographie

Der aus Dresden stammende Dirigent ist spätestens mit seinem kurzfristigen, aufsehenerregenden Einspringen für Valery Gergiev mit dem „Ring des Nibelungen“ (Wagner) und „Parsifal“ am „Mariinsky“-Theater in die vorderste Reihe der jungen Dirigentengeneration eingetreten.

Nach seiner Ausbildung in den Fächern Violine, Trompete, Klavier, Chordirigieren und Studium an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ (Orchesterdirigieren), sowie zahlreichen Meisterkursen (u.a. bei Leonard Bernstein, Sergiu Celibidache, Miltiades Caridis, Ilya Musin, Valery Gergiev) wurde er in das FÖRDERPROGRAMM DIRIGENTENFORUM DES DEUTSCHEN MUSIKRATES aufgenommen.

Am Beginn seiner internationalen Tätigkeit standen diverse erste Preise bei Dirigentenwettbewerben (Wettbewerb der Europäischen Gemeinschaft „Franco Capuana“ Spoleto (Italien) 1996; „Bottega“ Treviso (Italien) 1994; Internationales Dirigentenforum Hamm 1993; „Conduct for Dance“ London 1993 etc.).

Von 1998 bis 2002 war er der jüngste Chefdirigent Österreichs am Stadttheater Klagenfurt.

Seit 2003 ist er Permanent Guest Conductor des „Mariinsky“ Theaters St.Petersburg („Ring“, „Parsifal“, „Tristan“, „Lohengrin“, „Falstaff“, „Don Carlo“, „Aida“, „La Traviata“, „Figaro“, „Ariadne auf Naxos“, „Lucia di Lammermoor“ etc.)

Einen Sensationserfolg hatte er im Mai 2007, als er sehr kurzfristig an der „Bastille“-Opera Paris mit „Lohengrin“ (u.a. mit Waltraud Meier und Ben Heppner) einsprang.

Sein Repertoire ist sehr umfangreich, seine Mehrsprachigkeit (Muttersprache Deutsch, Italienisch auf muttersprachlichem Niveau, Englisch, Russisch exzellent, Französisch sehr gut) und seine langjährige Tätigkeit an italienischen, russischen und französischen Theatern bzw. Orchestern geben ihm die erforderlichen Voraussetzungen, authentische Interpretationen in den wesentlichen Bereichen des internationalen Opernrepertoires zu erarbeiten.

Ebenfalls bemerkenswert ist seine stilistische Vielseitigkeit, die sich von der Barockmusik bis zur zeitgenössischen Musik spannt. So arbeitet er regelmäßig mit erstklassigen Orchestern, Chören und Solisten in der Tradition der historischen Aufführungspraxis (Concerto Köln, Cappella Coloniensis) sowie natürlich auch mit „normalen“ Sinfonieorchestern.

In den vergangenen Spielzeiten debütierte er unter anderem beim:
Israel Philharmonic (April 2008 ), Orchestre de Paris (Mai/Juni 2008), RAI Torino (Juni 2008), Radio Madrid (Mai 2008), Moskauer Philharmonie (März 2008), Russische Nationalphilharmonie (November 2008), Schwedisches Radiosinfonieorchester (Oktober 2008), Washington National Opera (Mai 2009), Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf (Oktober 2009), Hamburgische Staatsoper (November 2009), Concerto Köln (Februar 2010), Théatre des Champs-Elysées (Februar 2010), Teatro Real Madrid (März 2010), Teatro Nacional de São Carlos Lissabon (April 2010), New National Theatre Tokio (Oktober 2010), Wiener Staatsoper (November 2010), Operà de Nice (2011), Oper Frankfurt (2011), Arena di Verona (2012).

Engagements in dieser Saison Jahr (2012/13) führen in neben seinen Dirigaten am „Mariinsky“-Theater u.a. mehrfach zurück an die Wiener Staatsoper („Werther“, „Nabucco“, „Barbiere“, „Zauberflöte“, „Ariadne auf Naxos“), sowie an die Opernhäuser von Malmö („Luisa Miller“), Ekaterinburg („Boris Godunov“) und Tokio („Aida“). Debütieren wird er in 2013 u.a. am „Bolshoi“ in Moskau („Macbeth“, Mai 2013) und an der Finnischen Nationaloper Helsinki („Traviata“ Januar 2013)

Ab August 2013 ist er Chefdirigent der Finnischen Nationaloper Helsinki.

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